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Zucht in Deutschland

Darelyn Knysna Knicknack mit Welpen | Foto: Imke Naber

 

Bei der Suche nach einem Curly Coated Retriever sollten Sie sich vertrauensvoll an den Deutschen Retriever Club e.V. wenden. Der Deutsche Retriever Club ist der einzige Verein in Deutschland, in dem Curly Coated Retriever mit VDH- und FCI-Papieren gezüchtet werden. Im DRC unterliegen die Züchter gleichzeitig den Zuchtbestimmungen von FCI und VDH. Nur nach Anerkennung und Erfüllung der Zuchtrichtlinien bekommen die Hunde die entsprechende Ahnentafel.

Was bedeutet das für den Züchter im DRC unter dem Dach des VDH?

  • Angehende Züchter und ihre Zuchthunde müssen die Vorgaben des DRC / VDH und FCI erfüllen
  • Der Züchter muss sich einer Überprüfung seines Wissens aber auch seiner räumlichen Voraussetzungen stellen
  • Zuchthunde müssen dem Rassestandard entsprechen der bei einer Formwertbeurteilung mit den Noten von vorzüglich bis sehr gut festgelegt wird
  • Angehende Zuchthunde müssen mehrere Prüfungen erfolgreich durchlaufen bevor sie zur Zucht zugelassen werden
  • Die gesundheitlichen Beurteilungen finden durch unabhängige Obergutachter statt.
    Dieses sind in der Regel absolute Spezialisten auf dem jeweiligen veterinärmedizinischen Fachgebiet



Zur Zeit finden folgende Untersuchungen im DRC statt::

Neue Erkenntnisse zu Vererbungserkrankungen werden umgehend von der Zuchtkommissionen aufgenommen, mit den Züchtern diskutiert und in neuerlichen Anforderungen an die Zuchthunde gestellt.Alle Ergebnisse werden veröffentlicht und von neutraler Seite in der CZ, dem Zuchtbuch & Gebrauchshundestammbuch des Jagdgebrauchshundeverbandes archiviert. Heutige und spätere Züchtergenerationen haben somit jederzeit die Möglichkeit zur Information.

Die Zuchthündin darf nicht jünger als 24 Monate sein, im Alter von 8 Jahren beendet sie ihre Zuchttätigkeit. In diesem Zeitraum darf sie 4 Würfe aufziehen.

Die Welpen werden zwischen der 7. und 8. Lebenswoche von einem Wurfabnahmeberechtigten des DRC kontrolliert. Bis zu diesem Zeitpunkt sind sie mehrfach vom Züchter entwurmt und von einem betreuenden Tierarzt geimpft (SHPL), gechipt und auf ihren Gesundheitszustand untersucht worden. Zuchtausschließende Fehler, die bereits in diesem Alter erkennbar sind, werden schriftlich vermerkt. Sie erscheinen im Wurfabnahmebericht. Im Wurfabnahmebericht kann der Welpenkäufer später weitere Vermerke zur Aufzucht und Gewichtskontrolle, zu evtl. Krankheiten, zum Entwurmungsplan und zum Futterplan nachlesen.

Die Curlyzucht in Deutschland ist noch recht jung. Der erste deutsche Curly-Wurf fiel 1991 im Zwinger “Gaylock” von Lynn Derikartz. Im Jahr 1993 fielen gleich zwei Würfe. Der A-Wurf im Zwinger “of stony Creek” von Fam. Buschmann / Fam. Schwarz und der B-Wurf des Zwingers “Gaylock”. Erst 10 Jahre später, im Jahre 2003, fiel im Zwinger “Knicknack`s” von Ute & Imke Naber endlich wieder ein Curlywurf in Deutschland. Nach diesem Anstoß wurde das Zuchtgeschehen wieder lebendiger. Ende 2005 fiel der A-Wurf des Zwingers “Aargold’s” von Ulrike Giering, im März 2006 folgte der A-Wurf im Zwinger “Lucky Curls” von Ulrike Bschorer. Die Zwinger Stagfield Gamekeeper`s und Curlies vom Wöpplinsberg folgten mit ihren A Würfen. Viele dieser Welpen sind in Deutschland geblieben, einige gingen in die Schweiz, in die Niederlande und nach Österreich, Finnland, Dänemark und Kanada. Heute im November 2011 kann von einem weiterführenden Zuchtgeschehen in Deutschland  berichtet werden.

Text: J. Paulien & M. Oberender

Knicknack's Advocate | Foto: Mareike Rohlf