
HD – Hüftgelenksdysplasie
Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks beim Hund. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Die HD ist zu großen Teilen genetisch bedingt. Da falsche Ernährung und Haltung die Entstehung oder das Fortschreiten der Krankheit begünstigen können, spricht man von einem multifaktoriellen ( von vielen Faktoren abhängigen) Geschehen. Um eine Weitervererbung dieser Fehlbildung zu vermeiden, sollte nur mit HD-freien Elterntieren gezüchtet werden. Aber auch die Verpaarung von HD-freien Elterntieren bietet keine absolute Garantie, dass die Nachkommen HD-frei sind!
Die züchterische Auswertung von HD-Aufnahmen ist nur durch einen vom Deutschen Retriever Club anerkannten Gutachter möglich und nicht vom Haustierarzt.
Man unterscheidet folgende Grade der HD in Deutschland:
A1-A2 = HD 0 = Frei
B1-B2 = HD 1 = Grenzfall
C1-C2 = HD 2 = Leicht
D1-D2 = HD 3 = Mittelschwer
E1-E2 = HD 4 = Schwer
Informationen dazu:
Europäische HD-Systeme im Vergleich
ED – Ellenbogendysplasie
Die Ellenbogendysplasie ist ein chronisch verlaufender Krankheitskomples des Ellbogengelenks schnellwüchsiger Hunderassen. Die ED stellt eine vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körperwachstum und Fütterungsfehler sind weitere begünstigende Faktoren.
Die ED beginnt in der späten Wachstumsphase bei vier bis fünf Monate alten Jungtieren mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenks und der gelenkbildenden Knochenteile (Osteoarthrose) mit Lahmheit. Der Bewegungsumfang des Ellbogengelenks ist eingeschränkt. Frühzeichen sind Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen.
Die züchterische Auswertung von ED-Aufnahmen erfolgt ebenfalls durch einen anerkannten Gutachter.
Man unterscheidet folgende Grade der ED in Deutschland:
Frei
Grenzfall
Grad I nur mit einem ED-freien Deckpartner kann eine Verpaarung erfolgen
Grad II darf nicht gezüchtet werden
Grad III darf nicht gezüchtet werden
PRA – Progressive Rettina Athrophie
Fortschreitender Netzhautschwund der zur Blindheit führt.
Man unterscheidet:
PRA – A Der Hund ist PRA-frei, wird zu fast 100 % auch nicht erkranken und kann die Krankheit nicht vererben.
PRA – B Der Hund ist PRA-Träger, ist selber nicht erkrankt, kann aber das Gen weitervererben.
PRA – C Der Hund ist erkrankt. In Deutschland ist es nicht erlaubt mit PRA-C Hunden zu züchten!
HC – Hereditäre Cataract
oder auch als Grauer Star bezeichnet; ist jede unphysiologische Trübung der Linse oder der Linsenkapsel unabhängig von
der Ursache (erblich oder nicht erblich),
dem Ausmaß (minimale Trübung oder vollständig getrübte Linse),
oder dem Zeitpunkt des Auftretens (angeboren oder erworben).
Jeder Katarakt, ob ein- oder beidseitig, wird als erblich (HC = Hereditäre Cataract) bedingt angesehen, sofern sie nicht eindeutige Hinweise auf eine andere Ursache (Verletzungen, Stoffwechselstörungen, MPP, Entzündungen) ergeben. Zucht ausschließend .
RD – Retinadysplasie
ist eine angeborene Fehlentwicklung der Netzhaut; je nach Schweregrad:
in Form von Falten und Rosetten (leichte, fokale Formen),
Netzhautablösungen; schwere Dysplasieformen können Retina-Degenrationen nach sich ziehen.
Zucht ausschließend.
Augenärzte findet man unter:
Dortmunder Kreis – DOK -
DRC – Deutscher Retriever Club
EIC – Exercise Induced Collaps
Seit dem 10.12.2008 ist in Deutschland für Labrador-, Chesapeak-Bay- und Curly-Coated Retriever eine Untersuchung auf das EIC-Gen möglich.
Ein Test wird für DRC-Mitglieder vergünstigt angeboten, bitte informieren Sie sich dazu bei der DRC- Geschäftsstelle.
Ein Artikel zu diesem Thema ist auf der DRC-HP zu finden.
Eine globale Database für EIC findet man auf dieser Curly-HP.
Weitere Erkrankungen können auftreten:
Autoimmunerkrankungen
Darmdrehungen
Epilepsie:
Magendrehung
Weitere Informationen:
Text: M. Oberender
